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Maximilian Kolbe - Märtyrer der Nächstenliebe

Buchrückentext

Dort wo man sich mit Maximilian Kolbe beschäftigt, steht meist seine heroische Liebestat im Konzentrationslager im Mittelpunkt: Der katholische Priester gibt sein Leben, damit der Familienvater Franz Gajowniczek vor dem Hungerbunker bewahrt bleibt. Doch darf man Maximilian Kolbe nicht auf diese Tat der Nächstenliebe reduzieren, sonst übersieht man wesentliche Elemente seines Lebens. Dieses Buch wirft in Wort und zahlreichen Abbildungen einen Blick auf die gesamte Person Maximilian Kolbes: auf sein Leben, seine (Marien-)Frömmigkeit, aber auch auf seine Wirkungsgeschichte und auf den Verlauf seines Selig- und Heiligsprechungsverfahrens.
maximilian-kolbe Einige der für Menschenverstand schier unfassbaren Zahlen aus seiner Missions-tätigkeit hat man schon gehört:
Ein Jahr nach der Gründung (1917) der Militita Immaculatae zählt diese noch keine 12 Mitglieder, im Jahr 1927 allein in Polen 127‘000.

Die erste Nummer der Zeitschrift „Ritter der Unbefleckten“ erschien 1922 mit 5‘000, die sechste Nummer mit 50‘000 Exemplaren und 1938 in einer Gesamtauflage von einer Million; die Erstausgabe in Japanisch mit einer Auflage von 10‘000 Exemplaren.

Zwar werden solche Fakten im Buch nicht gross ausgeschmückt, doch in ihrer Vielzahl genannt und es ist wohl gerade diese nüchterne Zusammenstellung, die überaus beeindruckt und dahinter die besonders fruchtbare Persönlichkeit dieses Heiligen erahnen lässt.

Wie es der Buchrückentext sagt, ist der Tod für den Nächsten zwar Höhepunkt und Ziel im Leben von Pater Maximilian Kolbe, doch diesem ging eine unglaublich reiche, mit Arbeit gefüllte Zeit voraus, die in diesem Buch Platz gefunden hat und somit realistisch gewürdigt wird. Die Biografie ist nicht in Romanform geschrieben, liest sich nicht prickelnd wie ein Krimi, sondern gleicht eher einem auflistenden Tatsachenbericht. Obwohl dieses Leben voll abenteuerlicher Anekdoten und wunderbaren Gebetserhörungen ist und diese auch berichtet werden.

Wer also erfahren will, mit welcher Entschiedenheit und Schaffenskraft dieser Priester den Weg der Nachfolge Christi ging und wieso er als Held der Nächstenliebe heim zu seinem Vater gehen konnte, erfährt dies hier in gut strukturierter  und trotz Dichte leicht lesbarer - da durch Fotos (da kann man z. B. den Mann, für den er sein Leben opferte und Mutter Teresa entdecken!) aufgelockert - Form. Die Konsequenz dieses Mannes kannte kein Aufgeben, kein Resignieren. Dazu verlangte er sowohl sich wie anderen viel ab und vertraute viel an. Es ging im nie um seine Person, er war ganz durchdrungen vom Priestertum. Als er gefragt wurde, wer er sei, antworte er nicht wie erwartet mit seinem Namen, sondern mit „katholischer Priester“.

Ausserdem birgt das Buch für alle aktuellen und zukünftigen Mitglieder der Miliz der Unbefleckten (MI=Militia Immaculatae) ein Fundus von Tipps. Ein Kapitel ist ihr gewidmet. Wissen Sie, wie die MI auf Deutsch „übersetzt“ wird (dem Zeitgeist entsprechen nicht aneckend)? Mit „Marianischer Initiative“! Und trotzdem, was über die MI geschrieben wird, gleicht einer Handreichung, ist nützlich und erbauend.

Richtig schön ist das folgende Kapitel mit den Quellentexten und dasjenige, worin ein Mitbruder über Begegnungen mit ihm spricht - da wird der Heilige am nahsten spürbar. Ebenso bereichernd ist die abgedruckte Predigt von Papst Johannes Paul II. anlässlich der Heiligsprechung von P. Maximilian Kolbe!

Maximilian Kolbe, Märtyrer der Nächstenliebe
Von Andreas Murk und Konrad Schlattmann
Erschienen 2011 im Echter Verlag Würzburg - im Pfarrhaus erhältlich