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Hl. Maximilian Kolbe

Geboren wurde der hl. Pater Maximilian Kolbe am 7. Januar 1894 in Zdunska Wola bei Lodz in Polen. Man liest, einst habe er als Knabe mit unbändiger Unternehmungslust seiner frommen Mutter den Seufzer entlockt: „Mein armer Bub, was soll aus dir nur werden!“ Zu einer plötzlichen positiven Wandlung und Reifung kam es durch ein Ereignis, welches der Zehnjährige seiner Mutter anvertraute: Die Muttergottes sei ihm erschienen und habe ihm zwei Kränze gezeigt, einen weißen und einen roten. „Sie sah mich freundlich an und fragte: Welchen willst du? Der weiße Kranz bedeutet, dass du die Reinheit bewahren wirst. Der rote Kranz bedeutet, dass du als Märtyrer stirbst. Da habe ich der Muttergottes gesagt: Ich wähle beide!“ – Auf diesem Hintergrund ist folgendes bemerkenswert: Als Paul VI. ihn im Jahr 1971 seligsprach, trug der Papst tatsächlich weiße Gewänder, denn die Theologen waren sich noch nicht einig, ob sie Pater Maximilian unter die Bekenner oder unter die Martyrer einordnen sollten. Den Zweifel behob Johannes Paul II., der ihn am 10. Oktober 1982 als wahren Märtyrer der Nächstenliebe heiligsprach und dabei folglich in roten Gewändern am Altar stand.

Mit 17 Jahren trat er in den Minoritenorden ein, erwarb sich die Doktorwürde der Philosophie und der Theologie und wurde mit 24 Jahren in Rom zum Priester geweiht. Die weiteren Orte seines Wirkens waren vor allem Polen und Japan. Im Zentrum seiner Spiritualität stand die gelebte Weihe an die unbefleckte Jungfrau Maria (Immaculata), die ihn dazu motivierte, zur Ehre Gottes und zum Heil der Seelen beispielsweise in der Pressearbeit Unglaubliches zu leisten. Als wichtigstes Werkzeug für sein apostolisches Wirken gründete er die Bewegung ‚Militia Immaculatae‘, deren Weihegebet lautet:

O Immaculata, Königin des Himmels und der Erde, Zuflucht der Sünder, Mutter der Barmherzigkeit und unsere geliebteste Mutter! Ich unwürdiger Sünder werfe mich zu deinen Füßen nieder und bitte dich flehentlich: Nimm mich ganz und gar als dein Gut und dein Eigentum an. Mach mit mir, was dir am meisten gefällt: mit allen Fähigkeiten meiner Seele und meines Leibes, mit meinem ganzen Leben, mit meinem Tod und meiner Ewigkeit. Wenn du es willst, so gebrauche mich auch, um das auszuführen, was von dir geschrieben steht: „Sie wird das Haupt der Schlange zertreten“ und: „Du allein hast alle Irrlehren auf der ganzen Welt zunichtegemacht.“ Lass mich in deiner unbefleckten und barmherzigen Hand ein geeignetes Werkzeug sein, um so viele abgeirrte und laue Seelen zu deiner Verehrung zu führen und auf diese Weise das milde Königtum des heiligsten Herzens Jesu so weit wie möglich zu verbreiten. Wo du eintrittst, da erflehst du die Gnade der Bekehrung und der Heiligung, denn durch deine Hände gelangen alle Gnaden vom Heiligsten Herzen Jesu zu uns. Amen.

Gekrönt wurde sein hingebungsvolles Leben im Konzentrationslager Auschwitz, wo er sich stellvertretend für einen zum Tod im Hungerbunker verurteilten Familienvater anbot und nach zweiwöchigem Martyrium am Vortag des Festes Mariä Himmelfahrt, am 14. August 1941 verstarb. Damals ging buchstäblich in Erfüllung, was er selbst einmal geschrieben hat: „Ich möchte und wünsche es, für die Sache der Immaculata, für die Sache Gottes zu Staub zerrieben zu werden. Und möge der Wind diesen Staub in die Welt hinaustragen, damit nichts von mir übrigbleibe. Erst dann wird das Opfer an die Immaculata vollkommen erbracht sein.

Das Vorbild unseres Pfarrpatrons möge uns anregen zum Streben nach Heiligkeit in apostolischem Eifer und hingebungsvoller Nächstenliebe!